VG-Einzelmeisterschaft · Heimspiel in Eppendorf
3 Starter, 3× Quali – Wackelpuppe, Wind & wir grinsen geschwind
Dieses Turnier hatte alles: Neulinge, Nervenkitzel, einen Finaltisch wie im Krimi – und am Ende eine Bilanz,
die man als Verein gern auf ein Banner druckt: 3 Starter. 3× Qualifikation.
Für den SkatTreff Eppendorf e.V. war das nicht nur Wettbewerb, sondern ein richtig gelungenes Heimspiel in Eppendorf.
Kurz & klar: Was auf dem Papier steht
- 41 Teilnehmer Herren · 19 Teilnehmer Senioren
- Ziel: Quali zur 35. Sachsenmeisterschaft (18.–19.04., Klipphausen)
- Dort: 7 Serien à 48 Spiele + Quali zur Deutschen Meisterschaft
Unsere Starter (und ja: alle drei durch)
- Tino Mai (Herren) – 3159 Punkte – Platz 29 – Quali
- Erik Rehwagen (Herren) – 3307 Punkte – Platz 25 – Quali
- Kurt Schönherr (Senioren) – 4209 Punkte – Vizemeister – Quali
Zwei Neulinge im Wettbewerb, ein Senior im Titelrennen – und am Ende keine Ausreden, nur Tickets.
Heimspiel in Eppendorf: Einstand gelungen
Für unseren Verein war das ein besonderer Tag: Heimspiel, volle Tische, starke Gäste –
und mittendrin unsere drei Starter. Für Tino und Erik war es die erste Teilnahme
an dieser Meisterschaft, also wirklich „rein in den Ring“. Und das Beste: Genau dieses Heimspiel hat gezeigt, was der
SkatTreff Eppendorf e.V. kann – sportlich wie organisatorisch. Warm, fair, strukturiert – und wenn’s drauf ankam,
auch mal mit einem Augenzwinkern.
Tino Mai: Vom Tabellenkeller auf Platz 29 – und direkt zur Quali
Tino geht als Neuling in den Wettbewerb – und bekommt direkt die Sorte Start, bei der man kurz prüft,
ob man aus Versehen UNO-Karten eingepackt hat. Nach zwei Serien ist die Lage so düster, dass selbst Optimisten erstmal still werden.
Und genau dort zeigt sich, warum Skat nicht nur ein Kartenspiel ist, sondern auch ein Charaktertest:
Tino bleibt dran. Ohne Diskussion. Ohne Theater. Einfach weiter spielen.
Serie 1: Aua – aber Turnier ist lang
Start mit –151 Punkten und 4 gewonnenen sowie 5 verlorenen Spielen.
Die Stimmen am Rand sind schnell einstimmig: „Das kann nichts mehr werden – wie soll man das aufholen?“
Serie 2: 6:1 – und trotzdem Letzter
Ein 6:1 mit 710 Punkten klingt erstmal ok. Die Realität nach zwei Serien:
559 Punkte, letzter Platz – und 830 Punkte Rückstand auf den letzten Qualiplatz.
Das ist die berühmte Kategorie „das wird jetzt nur noch was, wenn’s richtig knallt“.
Serie 3: 14:1 – Totgesagte leben länger
Es knallt. Und wie: 14:1 und 1564 Punkte. Vom letzten Platz plötzlich in Reichweite.
Auf einmal fehlen nur noch rund 50 Punkte – und jeder Stich fühlt sich an wie eine kleine Abschlussprüfung.
Serie 4: 9:0 – Wackelpuppe – Quali
Tino bleibt eiskalt: 9:0 und 1036 Punkte. Und als Krönung gewinnt er im vorletzten Spiel auch noch
die legendäre „Wackelpuppe“. Ab da war klar: Das ist heute kein „knapp vorbei“, das ist „drin“.
Endstand: 3159 Punkte – Platz 29 – Quali.
Titel: Der Wackelpuppenkönig. Glückwunsch, Tino!
Erik Rehwagen: Schwerer Tisch, starke Nerven, Finish auf Platz 25
Erik zieht beim Auslosen einen bärenstarken Tisch – zwei sehr erfahrene Skatspieler.
Das ist die Sorte Tisch, bei der jeder Fehler sofort quittiert wird, ohne Diskussion und ohne Gnade.
Erik nimmt’s sportlich – und arbeitet sich konsequent hoch.
- Serie 1: 6:2, 419 Punkte → Tabellenende
- Serie 2: 8:1, 767 Punkte → Platz 37 (nur 8 Plätze bis Quali)
- Serie 3: 9:4, 945 Punkte → Platz 32
- Serie 4: 9:0, 1176 Punkte gegen direkte Konkurrenten → Sprung auf Platz 25
Endstand: 3307 Punkte – Platz 25 – Quali.
Das war ein Einstand mit Aussage: „Ich bleib hier.“
Kurt Schönherr (Senioren): Führung, Finaltisch, Vizemeister – 4209 Punkte
Kurt sitzt in Serie 1 schon mit späteren direkten Konkurrenten am Tisch – und setzt direkt ein Statement:
1493 Punkte und 13:0. Platz 1. Keine Fragen.
Er hält die Führung über drei Serien, bevor es am Finaltisch (Plätze 1–4 zusammen) zum Thriller wird.
Nach Serie 3 führt Kurt mit 3203 Punkten, dahinter lauert Harald Schaarschmidt (Teutonia Zöblitz) mit 3188.
In Serie 4 spielt Kurt starke 11:1 und 1006 Punkte. Der Verfolger wirkt lange abgeschlagen,
dreht dann aber zwischen Spiel 15 und 24 auf, zieht vorbei – und am Ende wird es hauchdünn.
Endstand: Kurt wird knapp geschlagen Vizemeister – mit 4209 Punkten – und löst die Quali.
Glückwunsch, Kurt!
Danke an alle Helfer – das Heimspiel war top
So ein Turnier steht nicht nur auf Punkten – es steht auf Menschen.
Danke an alle, die beim Aufbau, Organisation, Spielleitung, Küche,
am Ablauf und überall im Hintergrund mit angepackt haben.
Das war ein richtig gelungenes Heimspiel in Eppendorf: warm, fair, gut organisiert – und mit genau der Atmosphäre,
wegen der man gern wiederkommt.
Klipphausen: harter Wind – und die nächste Tür heißt „Deutsche“
In Klipphausen wartet die nächste Stufe: 7 Serien à 48 Spiele. Kein Sprint – ein Zwei-Tage-Marathon.
Und obendrauf läuft dort die Qualifikation zur Deutschen Meisterschaft.
Wir packen Karten, Kopf und Nerven ein – und wenn irgendwo wieder eine Wackelpuppe rumsteht: ihr wisst ja… 😉








